seien Sie versichert, dass sich alles so zugetragen hat.

Wolfgang Amadé hat 1777 wirklich mich und mein Augsburg besucht. 14 Tage lang haben wir beiden die Stadt unsicher gemacht, bis Wolfgang seine Reise fortgesetzt hat. Danach kamen Briefe! Aus Mannheim, Paris, München. Und was für welche! Fressen hätte ich den Filou können – und die Kissen nassweinen zugleich. Alle Briefe habe ich aufgehoben und gebündelt. Als mir die Konstanze, Wolfgangs Frau, Jahre später geschrieben hat, ich soll sie ihr schicken, weil sie eine Biografie über ihren Mann schreiben möchte, hab ich sie mir noch einmal durchgesehen. Jeden Brief einzeln. Da waren sie wieder, die Gefühle. So sehr hatt’ ich das alles schon vergessen. Es ging die Rutschbahn der Empfindung rauf und runter. Wie beim Jahrmarktstreiben.

Ich selber hab es ja nicht so sehr mit der Sprache. Da hab ich den Peter Dempf gebeten, meine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Na ja, vielleicht hat er alles ein wenig schöngeredet, aber es war schon so, lyrisch einerseits und ein wenig – na, Sie wissen schon – unverblümt andererseits. Wie wir halt so waren, damals.
Und weil man Gefühle nicht sehen kann, haben Stefanie Schlesinger und Wolfgang Lackerschmid die Texte nachempfunden und den Worten Melodien beigegeben.
Die Musik spricht regelrecht. Humorig und ernst, wie es Wolfgang Amadé selig hätte haben wollen.
Jetzt bin ich ja schon ein wenig steif geworden mit den Jahren. Damit es dennoch flott und rund wirkt, hat Stefan Schön dem Spiel seine besten Ideen mitgegeben. Den Odem des Theaters hätte das Wolferl gesagt.
Jahre ist das her mit Wolferl und mir – und damit wir nicht in die Geschichte fallen, hat sich ein ganz Moderner bereiterklärt, uns zu halten, uns einen Rahmen zu geben mit seinem Bühnenbild, nämlich Markus Lüpertz.
Da haben sich besondere Künstler zusammengetan, jeder mit dem, was er am besten kann – und seien Sie versichert, dass Sie ihren Spaß daran haben werden.

Maria Anna Thekla Mozart,
dem Wolferl sein „Bäsle“

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